Mumm

Der historische Startschuss des Champagner-Hauses Mumm fiel am 1. März des Jahres 1827. Die drei deutschen Brüder Gottlieb (1782-1852), Jacobus (1779-1835) und Philipp Mumm (1782-1842) aus Hessen sowie Friedrich Giesler aus dem Rheinland gründeten gemeinsam mit einem Herrn G. Heuser (vermutlich ebenfalls deutscher Abstammung) eine Firma namens P. A. Mumm & Co. Das ‚P. A.‘ bezieht sich auf den wohlhabenden Vater der drei Brüder, Peter-Arnold Mumm (1733-1797), welcher bereits 1761 einen Weinhandel im Rheinland gegründet hatte. Der Historiker François Bonal merkt an, dass auch Herr Heuser bereits ein gut etabliertes Weinhandelshaus mitten in Reims besaß und sich daher auch mit Champagner gut auskannte. Darüber hinaus war Herr Heuser mit einer Dame aus der Champagne verheiratet.

Der jungen Firma mangelte es anfangs an eigenen Produktionsstätten und Weinbergen. Woran es jedoch nicht mangelte, war enorme Strebsamkeit im Aufbau eines Netzes guter Winzer und Lieferanten in der Champagne, welchen Herr Heuser von Beginn an das kompromisslose Streben nach höchster Qualität ans Herz legte – auch wenn die Grundweine dadurch für das Hause Mumm teurer im Einkauf sein sollten. Bereits im Gründungsjahr gelang es dem jungen Hause Mumm, eine erhebliche Menge Champagner nach Deutschland, Belgien, England und Russland zu exportieren. Ich vermute, dass kostbare Handelskontakte des gut etablierten Weinhandels des Vaters Peter Arnold Mumm dem jungen Unternehmen in Reims zu Gute gekommen sein dürften. So kam es, dass die junge P. A. Mumm & Co. schon im Gründungsjahr beachtliche 69.825 Flaschen ausliefern konnte. Anfangs handelte es sich nicht nur um Champagner, sondern hauptsächlich um stille Weiß-, Rosé- und Rotweine.

Herr Heuser gehörte nach 1830 offenbar nicht mehr dem noch jungen Hause an. Herr Giesler verließ das Haus Mumm 1837, um ein eigenes Champagnerhaus zu gründen. 1838 wurde das Haus P. A. Mumm & Co. in Reims intern reorganisiert und war fortan fest in den Händen der Familie Mumm. Nach dem Tod eines der Gründer, Gottlieb Mumm, gab es 1852 Unstimmigkeiten zwischen den Partnern. Daraus entstanden zwei Mumm-Häuser in Reims. Georges Hermann Mumm, Sohn des ursprünglich an der Gründung beteiligten Bruders Gottlieb Mumm, gründete nun G. H. Mumm & Co.. Jules Mumm, (1809-1863), Sohn des ursprünglichen Gründers Jacobus Mumm, firmierte nunmehr unter Jules Mumm & Co. Obwohl inzwischen unabhängig, blieben beide Häuser in engem Kontakt mit dem Hause Peter Arnold Mumm in Deutschland. Durch Eheschließungen und Partnerschaften der Familie Mumm mit Angehörigen bedeutender Familien aus der Champagne und in Deutschland entstanden strategisch nützliche Verbindungen mit dem Adel. Die Mumm-Familie wurde letztlich selbst in den Adelsstand erhoben wurde. Einflussreiche Familien wie de Bary und von Guaita kamen ins Spiel. Jules Mumm & Co. geriet jedoch um 1903 finanziell ins Wanken und wurde 1910 aufgelöst, wobei G. H. Mumm und Co. die vormalige Firma teilweise aufkaufte (u. a. auch die Marke ‚Jules Mumm‘). Ein kometenhafter Aufstieg des Hauses G. H. Mumm & Co. folgte. Kurz vor dem ersten Weltkrieg lieferte das Haus Mumm jährlich bereits 3 Mio. Flaschen Champagner aus.

Während manch andere Champagner heutzutage voller Stolz Hinweise auf ihren Status als offizielle Lieferanten des ein oder anderen königlichen Hofes auf dem Etikett vermerken, war Mumm bereits 1890 bei vielen königlichen (z.B. Belgien, Dänemark, England, Norwegen, Österreich-Ungarn, Preußen und Schweden) wie auch herzöglichen Höfen (z.B. Hessen-Darmstadt, Oldenburg) ein bevorzugter Lieferant. Es gab früher auch ein besonderes Mumm-Etikett, welches stolz viele der hoheitlichen Wappen abbildete.

Bemerkenswert ist auch, dass das Haus Mumm offenbar bis 1880 lediglich einen ganz kleinen Weinberg um Verzenay besaß (0,23 ha). Erst 1882 kaufte Mumm 7,6 ha im kostbaren Weinstädchen Cramant auf. 1914 besaß das Haus schon fast 50 ha Weinberge. Weit mehr Weinberge sollten später folgen. Weinbau in der Champagne war zur damaligen Zeit ein äußerst aufwändiges Unterfangen. Abgesehen vom ohnehin unberechenbaren Klima in der Champagne, welches mit Stürmen, Hagel, Regen und Frost noch heute großflächigen Schaden anrichten kann, waren die Rebstöcke ständig einer großen Anzahl übler Schädlinge ausgesetzt, welche von den Winzern laufend mit mühseliger Handarbeit bekämpft werden mussten. Rebstöcke wurden damals zudem mit Holzpfosten (statt, wie später, mit Drahtsträngen) gesichert, welche bei Wind und Wetter von Weinbergarbeitern mit schweren hölzernen Brustplatten in den Boden gestampft werden mussten. Oftmals fielen die Ernten quantitativ klein oder qualitativ minderwertig aus. Es ist somit einleuchtend, dass mehrere Champagnerhäuser sich damals eher dem Ankauf von Grundweinen und Reben widmeten statt den mühsamen und betriebswirtschaftlich riskanten Weinbau selbst zu betreiben.

Bei Mumm wurde schon früh auf die Qualität der Grundweine und die sachgerechte Herstellung der Champagner geachtet. Der Historiker Patrick Forbes merkt an, dass Mumm bereits 1836 mehrere riesige Fässer à 12.000 Liter Fassungsvermögen aus der Rheinpfalz importierte, welche für die erste Gärung eingesetzt wurden. Parallel dazu wurden moderne Traubenpressen installiert. Bereits in den 1850er Jahren begann Mumm zudem, große Keller tief im Kalkstein zu erbauen, welche für eine optimale Lagerung der Champagner sorgten.

Als Deutschland Frankreich 1914 den Krieg erklärte, war Georges Hermann (von) Mumm noch deutscher Staatsbürger. Dies wurde ihm nun plötzlich zum Verhängnis. Er wurde zusammen mit anderen Deutschen in Reims verhaftet, abgeführt und inhaftiert. Das Haus G. H. Mumm & Co. wurde im selben Jahr als Ganzes konfisziert. Der frühere Verkaufsleiter und vormals enge Mitarbeiter von Herrn Mumm, Georges Robinet (1869-1953), kümmerte sich während der turbulenten Kriegsjahre freiwillig um das Schicksal des Hauses. Er selbst stammte aus einer alteingesessenen und angesehenen Familie aus der Champagne. Das Thema ‚Champagner‘ war ihm bis ins Detail durch lebenslange Praxis bestens bekannt.

Nach dem Krieg wurde das Haus mitsamt seinen Marken im Jahre 1920 versteigert. Der Zuschlag ging an eine Gruppe namens ‚Société Vinicole de Champagne‘, dessen Vorstand Georges Robinet (weiterhin) als Leiter für das Haus ernannte. Bis 1940 lenkte er die Geschicke des Hauses Mumm äußerst erfolgreich. Während seiner Amtszeit rückte er die französische Marke ‚Cordon Rouge‘ mit geschicktem Marketing in den Vordergrund und ließ den deutsch klingenden Namen ‚Mumm‘ in den Hintergrund treten. Er fürchtete damals, dass sich der deutsche Name ‚Mumm‘ im Verkauf hindernd auswirken könnte.

Während des Ersten Weltkrieges hatte Robinet einen Rechtsanwalt namens René Lalou aus Paris kennen gelernt, welcher während seiner Militärzeit für den Nachschub an Champagner für die französischen Front-Soldaten verantwortlich war. Die beiden Männer wurden später enge Freunde. René Lalou hatte 1904 eine Dame aus der Familie Dubonnet geheiratet. Ein Emile Dubonnet befand sich im derzeitigen Vorstand des Hauses Mumm. Lalou wurde auf Grund seiner Leistungen und familiären Verbindungen 1929 in den Vorstand berufen, wo er u. a. die finanzielle Basis des Hauses gezielt stärkte. Bereits in den 20er Jahren – den ‚Roaring Twenties‘- hatte sich das Haus wieder völlig stabilisiert. Anfang der 1930er Jahre war das Haus Mumm stärker denn je – weitere Weinberge wurden aufgekauft und hochwertige Champagner hervorgebracht. Einer erfolgreichen Zukunft schien nichts mehr im Wege zu stehen – bis der Zweite Weltkrieg ausbrach.

Zwischen 1940 und 1944 war die Champagne von der deutschen Wehrmacht besetzt. Ein deutscher ‚Beauftragter für den Weinimport Frankreich‘ namens Otto Klaebisch war für die Aufsicht aller Weine der Champagne zuständig. Unter anderem hatte er für den günstigen Ankauf von Champagnern zu sorgen, welche dann in Deutschland und teilweise auch über Deutschland ins Ausland verkauft wurden. Zudem versorgte er die Wehrmacht mit Champagner. Und er hatte vor Ort für die Aufrechterhaltung der Champagner-Produktion zu sorgen. Marktähnliche Verhandlungen mit den Häusern und der Vichy-Regierung des besetzten Frankreichs wurden implementiert. Aber es wurden Champagner bei Bedarf auch manchmal einfach konfisziert. Die Champagner-Produktion selbst ging weiter. Im Volksmund der Champagne wurde Klaebisch damals als ‚Führer der Champagne‘ bezeichnet. Nicht eine einzige Flasche Champagner konnte ohne seine Erlaubnis verkauft werden. Anfangs glaubten manche Winzer irrtümlich, Klaebisch mit minderwertigen Champagnern täuschen zu können. Der aus dem Rheingau stammende Klaebisch jedoch war bestens vertraut mit Champagner, Schaumwein und Wein überhaupt, zumal er vor dem Krieg bei einem Sekt-Haus tätig war. Anzumerken ist auch, dass sein Schwager Joachim von Ribbentrop Außenminister des Deutschen Reiches war. Von Ribbentrop war vor seiner politischen Karriere als Champagner-Vertreter in Deutschland tätig. Ca. 320 Mio. Flaschen des edlen Getränks wurden bereits 1940 ins Deutsche Reich abtransportiert.

Zu dieser Zeit meldete sich ein Herr Godefroy Hermann von Mumm, der 1908 in Reims geborene Sohn von Georges Hermann von Mumm, bei der Société Vinicole de Champagne in Paris. Laut dem Historiker François Bonal teilte er dem Vorsitzenden René Lalou mit, dass dieser nun überflüssig sei, da es ab sofort keinen Vorsitzenden mehr gäbe. Gleichzeitig gab er ihm deutlich zu verstehen, dass das Haus Mumm sein Familienhaus sei. Am selben Tag erschien er auch in Reims und entließ Georges Robinet fristlos. In der folgenden Zeit machte er sich einen Namen als fähiger Leiter des Hauses Mumm, welcher sich vorbildlich um seine Angestellten kümmerte. Für die Kinder der Angestellten wurde eine Freizeitanlage in Verzenay angelegt. Zudem gelang es ihm, fast alle Angestellten, die durch den Krieg in deutsche Gefangenschaft gerieten, zu befreien. Den schwierigen Zeiten zum Trotz konnte er zwischen 1 und 1,5 Mio. Flaschen Champagner pro Jahr ausliefern. Ein ‚Großkunde‘ war die Wehrmacht. Die Etiketten hierfür mussten, den Vorschriften entsprechend, mit ‚Wehrmachts- Marketenderware Verkauf im freien Handel verboten‘ und ‚Réservé à la Wehrmacht Achat et revente interdits‘ gekennzeichnet sein. Kauf und Verkauf dieser Champagner auf dem zivilen Markt war strengstens untersagt.

Im heimischen Markt Frankreich lief der Champagner-Verkauf für das Haus Mumm gut, 1942 mit 370.000 Flaschen Champagner sogar sehr gut. Die oben erwähnte Sorge des Herrn Robinet um den deutschen Namen Mumm bei der Vermarktung innerhalb Frankreichs dürfte somit unangebracht gewesen sein. Viele große Export-Kunden wie beispielsweise die USA konnten zu jener Zeit natürlich nicht bedient werden. Lieferungen an neutrale Länder wurden streng überwacht und quantitativ begrenzt. In den Wochen nach den blutigen Gefechten des 6. Juni 1944 in der Normandie (D-Day) rechneten viele Franzosen in der Champagne bereits mit der Befreiung Frankreichs durch die alliierten Streitkräfte. Im August 1944 verabschiedete sich Godefroy Hermann von Mumm in perfektem Französisch von seinen Angestellten mit dem Wunsch, dass sie bitte nie vergessen sollten, dass Mumm ein großer Name sei, welcher sich weiterhin durch die Leistung der Mitarbeiter im Weltmarkt behaupten solle – ein Wunsch, welcher heute im Rückblick als erfüllt gelten dürfte. Unmittelbar darauf geriet von Mumm in englische Gefangenschaft. Am 7. Mai 1945 (VE-Day) wurde ein schlichtes Schulzimmer in Reims, Hauptquartier des General Eisenhower, durch die Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation aller deutscher Streitkräfte als ‚Salle de Reddition‘ bekannt.

Nach dem Krieg übernahm die Société Vinicole de Champagne wieder das Haus Mumm.
1946 wurde der Name des Hauses auf ‚G. H. Mumm & Co., Société Vinicole de Champagne, Successeurs‘ umbenannt. Dieser lange Name erschien über viele Jahrzehnte in voller Länge auf Mumm-Etiketten. Auch René Lalou war wieder da – nicht nur als Vorsitzender im Vorstand, sondern auch als Betriebsleiter. Gleich nach dem Krieg war besonders das Militär der Alliierten Großkunde des Hauses. In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts stieg die Nachfrage nach Mumm-Champagnern enorm an. Gleichzeitig erweiterte Mumm seinen Weinberg-Besitz erheblich und expandierte stetig. In den 60er Jahren waren es rund 3 Mio., in den 70er Jahren 6 Mio. Flaschen. 1979 waren es schon fast 9 Mio. Flaschen Champagner. René Lalou implementierte die alte Strategie der Anpassung der Geschmacksrichtungen an verschiedene Export-Märkte – ähnlich wie damals zu Zeiten der Könige und Zaren. Mit der Qualität legendärer Cuvées aus dem Hause Mumm als Basis wurde die Dosage zeitgemäßer Geschmacks-Trends den wichtigen Export-Ländern gezielt angepasst. So gab es zeitweise einen ‚Goût Americain‘, welcher die in den USA beliebten Geschmacksnoten betonte.

René Lalou starb 1973 im hohen Alter von 96 Jahren. Noch viele Jahre nach seinem Tod wurde er mit einem besonderen Champagne René Lalou geehrt, dessen Rezept er selbst wenige Jahre vor seinem Tod komponiert hatte. Abgesehen von der Königsmutter in England (ihr Lieblings-Champagner!) punktete dieser Champagner unter international renommierten Kennern regelmäßig jenseits von 90 Punkten.

1955 stieg der kanadische Konzern Seagram Distillers Corporation mit einem Aktienkauf in das Unternehmen ein. Der damalige Präsident des Hauses Seagram, Samuel Bronfman (1889-1971), trat 1959 in den Vorstand des Hauses Mumm ein. Erheblicher Expansions-Drang zeichnete sich bereits im selben Jahr ab: So wurden 79% des berühmten Champagner-Hauses Perrier-Jouët übernommen. Obwohl unabhängig voneinander, entschieden sich die beiden Häuser für die gemeinschaftliche Pflege ihrer Weinberge und für die gemeinsame Nutzung bestimmter Gerätschaften und Produktionsstätten. 1972 beteiligte sich das Haus Mumm beim ebenfalls berühmten Hause Heidsieck und Co. Monopole zuerst mit 84%, dann 1980 zu 99% und übernahm das Haus im Jahre 1985 vollständig.

Inzwischen wurde die Unternehmung auch als ‚Mumm Gruppe‘ bezeichnet, obwohl die verschiedenen Häuser im Management und in der Produktion ihrer Champagner weitestgehend unabhängig blieben. 1985 beteiligte sich Seagram mit 91% mehrheitlich an der Mumm Gruppe. 1999 kaufte der amerikanische Konzern Hicks, Muse, Tate & Furst das Haus G. H. Mumm auf. Zur Zeit dieses Berichtes gehört das Champagner-Haus G.H. Mumm zum britischen Konzern Allied Domecq.

Schon von weitem erkennt man das berühmte diagonale rote Band auf den Etiketten des Champagner-Hauses Mumm. Trotz 8.000 anderen Champagner-Marken und mehr als 1,5 Milliarden Flaschen diverser Schaumweine aus aller Welt behauptet sich Mumm nach wie vor erfolgreich als Gigant unter den Champagner-Herstellern. Wie gelingt es Mumm, Jahr für Jahr mit mehr als 9 Millionen Flaschen Champagner zahllose Menschen in über 100 Ländern aufs Neue zu begeistern? Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, muss man sich das Haus Mumm etwas näher ansehen, da dieser langfristige Erfolg in weit mehr als nur in vorzüglichem Champagner begründet liegt.

Obwohl bei Ehrungen für Spitzenleistungen oder im Rahmen festlicher Anlässe verschiedenster Art Champagner ohnehin selbstverständlich ist, gilt ganz besonders Mumm-Champagner in vielen Kreisen als unentbehrlich – und das weltweit! Mumm gelingt es bereits seit 1827, nicht nur ‚Kunden‘, sondern auch zahllose Freunde und Verehrer zu finden.

Mumm-Champagner wird seit langem mit der Luftfahrt in Verbindung gebracht. Beim letzten Geburtstag des bekannten amerikanischen Piloten Chauncey Spencer z.B. gab es eine Rehoboam-Flasche Mumm-Cordon Rouge. Wie treffend, dass gerade Mumm diese Feier begleitete, denn Mumm war schon 1909 der Sponsor des großen ‚Piloten-Preises‘ beim berühmten Flugzeug-Wettkampf während der damaligen ‚Grossen Woche der Champagne‘ nahe Reims. Bereits zuvor, 1907, spendierte Mumm dem legendären Wilbur Wright Aero Club in den USA 100 Flaschen Champagner.

Mumm hat jedoch nicht nur zur Luftfahrt eine traditionelle Verbindung, sondern auch zur See. Mumm ist seit jeher äußerst beliebt für Schiffstaufen. Mumm tritt außerdem im internationalem Segelsport als Sponsor des Admiral’s Cup, Sailing Tour de France auf und findet sich in Designs wie z.B. den renommierten Mumm 30 Yachten wieder. Und beim Motorsport, wie z.B. bei der Formel 1, darf Mumm ebenfalls nicht fehlen.

Auch in vielen Filmen kam Champagner aus dem Hause Mumm zu Ehren. Im Film-Klassiker Casablanca (1942) z.B. zeigt der Nightclub-Besitzer ‚Rick‘ (Humphrey Bogart) der Welt, wie man mit einer Schönheit wie ‚Ilsa‘ (Ingrid Bergman) einen Champagner genießt. In Comics begegnet uns das rote Band auf der Flasche in ‚Tim und StruppI‘ oder auf der Amphore des ‚Asterix‘.

Zudem pflegt Mumm seit vielen Jahren eine fördernde Verbindung zur Kunst. Die Offenbach-Operette ‚La Périchole‘ wird des öfteren vom ‚Cordon Rouge Ballett‘ begleitet. Mumm floss bei der Eröffnung der Coupole in Montparnasse in die Gläser vieler berühmter Künstler wie z.B. Braque, Foujita, Matisse, Maillol und Picabia. Das charakteristische Cordon Rouge Band kam in Werken von Yves Brayer, Terechkovitch, Chapelain-Midy, Jean Carzou ,Michael Huggins und Utrillo zur Geltung. Der berühmte japanische Künstler Tsuguharu-Léonard Foujita (1886-1968) war ganz besonders eng mit Mumm verbunden. Ein schöner Exkurs dazu an dieser Stelle:
Eine von Foujita geschaffene ‚Champagner-Rose‘ schmückte einen besonderen Mumm Cuvée Olympique, vorgesehen für die Olympiade in Tokio 1964. Diese zarte Rose, welche nur für einen Morgen leben sollte, zierte den Mumm-Rosé fortan im Flaschenhals-Etikett für rund 30 Jahre. Zuvor hatte Foujita ein herrliches Gemälde mit dem Namen Vierge à la vigne (Jungfrau der Rebstöcke) für einen ehemaligen Leiter des Hauses Mumm, René Lalou (1877-1973), erschaffen. Später integrierte Fujita das Motiv der Rose wieder in einem Gemälde namens La petite fille à la rose (Das kleine Mädchen mit der Rose).

Foujita war gebürtiger Buddhist. Eines Tages, in bereits hohem Alter, entzündete er in der Reimser Kathedrale Saint Rémi in buddhistischer Tradition eine Kerze. In diesem Moment bekam er eine Erleuchtung und ließ plötzlich verlauten „Ich möchte ein Christ werden!“. Im Oktober des Jahres 1959 trat er zum katholischen Glauben über und wurde zusammen mit seiner Frau Kimiyo in der Kathedrale getauft. Fortan wurde seinem Namen ‚Léonard‘ und jenem seiner Frau ‚Marie-Ange‘ hinzugefügt. Seine Taufpaten waren Monsieur René Lalou, damaliger Leiter des Hauses Mumm, und Madame François Taittinger. Bewegt von diesem religiösen Ereignis, erwarb René Lalou ein Grundstück in der Nähe der Zentrale des Hauses Mumm in Reims und finanzierte den Bau der Kapelle Notre Dame de la Paix. Im Sommer 1966 begann Foujita, bereits im 80. Lebensjahr und somit ein Jahr vor seinem Tod, hoch oben auf einem Gerüst, die Kapelle mit christlichen Fresken mit Szenen aus dem alten und neuen Testament zu verzieren. Drei Monate lang, jeden Tag von sieben Uhr morgens bis sieben Uhr abends, widmete er sich dieser Aufgabe. Nach der Vollendung wurde die Kapelle der Stadt Reims übergeben.
Foujita wurde nach seinem Tod in der Nähe von Paris beerdigt. Ganze 30 Jahre später entdeckte seine Frau (inzwischen längst wieder in Japan lebend) eines seiner alten Tagebücher, welchem sie überrascht seine letzten Wünsche aus einem Eintrag von 1964 entnahm. Seine Wünsche waren, eine Kapelle zu bauen, einen Teil seines Lebens dort mit der Gestaltung von Fresken zu verbringen und letzten Endes darin zusammen mit seiner Frau bestattet zu sein. Die Stadt Reims erfüllte seinen Wunsch im Jahre 2003 mit der Umbettung seiner sterblichen überreste in diese Kapelle. Sie gilt heute als kultureller Geheimtipp für Touristen in Reims.

Vorteilhaft für die Marke ist, dass der urdeutsche Name ‚Mumm‘ auch im Englischen einen sehr positiv besetzten Klang hat: Viele Kanadier bezeichnen ihre Mutter umgangssprachlich gerne als ‚Mum‘. In England und den USA kennt fast jeder die uralte Redewendung ‚Mum’s the word!‘ (gleichbedeutend mit ‚Schweigen ist Gold!‘). Schon in den 30er Jahren setzte Mumm diese Redewendung im pfiffigen Werbe-Slogan ‚Mumm’s the word!‘ um. Der Name ‚Mumm‘ ist überdies einprägsam, da er sehr kurz ist und 75% der Buchstaben ein ‚M‘ darstellen.

Die Idee des zum Markenzeichen avancierten roten Bandes, dem Cordon Rouge, stammt laut dem renommierten Historiker François Bonal vom Vater eines damaligen Mumm-Vertreters (Welby Jordan) aus Paris. Dieser riet um 1870 Georg Hermann von Mumm, die Flaschen mit dem roten Band der Ehrenlegion (Légion d’honneur) zu zieren. In der Folge wurden 1875 die Flaschen erstmals mit einem roten Satinband um den Flaschenhals geschmückt. Die gekreuzten Enden der Schleife erhielten ein Siegel mit dem Aufdruck ‚Cordon Rouge‘. Auf Anhieb war diese Idee ein Marketing-Hit. Bereits 1881 war das rote Band nicht mehr wegzudenken. 1883 wurde von Mumm ein Etiketten-Design als Warenzeichen registriert, welches das diagonale rote Band mit der Aufschrift ‚Cordon Rouge‘ beinhaltete und die bisherigen Satinbänder ersetzte. Bis heute blieb das Design des Etiketts für Mumm Cordon Rouge im Wesentlichen unverändert.

Auch im Reich der Mitte ist Mumm Cordon Rouge schon seit 1979 gern gesehen, zumal der rote Streifen in China farblich als Symbol der Glückseligkeit gilt. Im Lauf der Jahrzehnte brachte Mumm jedoch auch andersfarbige ‚Cordons‘ hervor, welche verschiedene Geschmacksrichtungen verdeutlichten. So wurden beispielsweise viele Jahre lang die Mumm Demi-Sec-Champagner durch ein Cordon Vert, also durch ein grünes Band, gekennzeichnet.

Abbildungen verschiedener ‚Mumm-Cordons‘ vergangener Zeiten aus meiner Etiketten-Sammlung. Zur näheren Studie können Sie die Etiketten anklicken.
Ein Adler ist allgemein dezent auf Mumm-Etiketten vertreten. Der Adler hatte seinen Ursprung eigentlich im Wahrzeichen von Napoleon III. Sicherlich wirkt dieser Adler auch unterbewusst sympathisch für Bürger jener Staaten, welche ihre Nation symbolisch mit einem Adler in Verbindung bringen.

Viel bedeutender für eine Champagner-Marke ist jedoch, was sich in der Flasche befindet. Der Champagner muss stimmen! Auch in dieser Hinsicht enttäuscht Mumm niemanden. Im Gegenteil: Mumm-Champagner punkten auch in der Gegenwart seit Jahren regelmäßig im 80er- und 90er-Bereich. Überdies bleiben Mumm-Champagner trotz vielerorts hoher Zölle auch im Ausland für jedermann erschwinglich. In den USA ist der jahrgangslose Cordon Rouge für knapp 30 Euro zu haben. Den enormen Bedarf des Weltmarktes an Mumm-Champagner zu decken und gleichzeitig die Qualität zu wahren, war und ist kein leichtes Unterfangen.

Mumm ist seit jeher als ein modernes Haus bekannt, welches fortschrittliche Methoden der Produktion einsetzt, ohne dabei jedoch die strengen Gesetze und Grundsätze der Champagnerherstellung zu verletzen. Beispielsweise wurden schon während der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts die bei der Ernte verwendeten traditionellen (schweren) Weidenkörbe durch Plastikbehälter ersetzt, welche sich besser reinigen lassen, die wesentlich leichter und zudem stapelbar sind. Die Gyropalette zum automatischen Rütteln der Champagnerflaschen ist schon seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts in Mumms Produktionsprozess integriert. Den Fortschritt im Sinn, rief das Haus Mumm 1971 eine Abteilung namens G.C.E.V. (Groupement Champenois d’Exploitation Viticole) ins Leben. Aufgaben dieser Abteilung sind die Erprobung und Implementierung fortschrittlicher Weinbautechniken und die enge Zusammenarbeit mit französischen und internationalen Forschungseinrichtungen. In den 80er Jahren wurde beispielsweise eine lasergesteuerte Bepflanzungsmaschine entwickelt und erfolgreich eingesetzt. Zudem strebt Mumm seit jeher effiziente Organisation und soziale Fürsorge im Personalwesen an. Für viele Menschen ist die Ernte beim Hause Mumm eine uralte Familientradition. Sie kommen von überall her, oft sogar mit der ganzen Familie. Selbst Großmütter sind anzutreffen, welche nicht selten bereits ein halbes Jahrhundert an der Ernte teilnehmen. Laut dem Historiker François Bonal soll der langjährige Leiter des Hauses Mumm, René Lalou, einmal humorvoll angemerkt haben, dass er als Pate aller während der Ernte geborenen Babies auch mit seinem gesamten Hab und Gut niemals die notwendigen Weihnachtsgeschenke würde kaufen können.
Die riesigen Keller des Hauses stellen übrigens nicht etwa Kalksteinstollen aus römischen Zeiten dar, sondern wurden im Lauf von sieben Jahrzehnten von Mumm selbst erbaut.

Mumm befindet sich in der vorteilhaften Lage, viele kostbare Weinberge in der Champagne zu besitzen. Mit 219 ha eigener Weinberge in besten Gegenden wie z.B. Ambonnay, Avenay, Avize, Aÿ, Bouzy, Cramant, Chambrécy, Vaudemanges und Mailly kann das Haus Mumm über 20% des Bedarfs an Trauben selbst decken. Der Rest des Bedarfs stammt von über 600 Lieferanten, welche in der Mehrzahl Grand-Cru-Lagen besitzen.
Zur Assemblage der Champagner stehen den Kellermeistern dadurch kostbare Weine aus bis zu 80 Crus in über 1.200 Behältern zur Verfügung. Mumm bietet folglich seit jeher eine interessante (über die Jahrzehnte teilweise auch etwas wechselhafte) Auswahl an Champagnern:

Der große internationale Renner aus dem Hause Mumm bleibt nach wie vor natürlich der Cordon Rouge. Er macht ca. 85% der Gesamtproduktion aus. Hierbei handelt es sich um einen Champagner ohne Jahrgang, welcher sich in der Assemblage aus ca. 40 – 45% Pinot Noir, ca. 20% Pinot Meunier, ca. 25% Chardonnay und ca. 10-15% Reservewein aus älteren Jahrgängen zusammensetzt. Dank der überwiegend vertretenen hochwertigen Pinot-Noir-Reben machen sich Fruchtnoten (Zitrus, Birnen, Pfirsich und viele weitere) sowie gute Struktur bemerkbar. Die Chardonnay-Reben verleihen ihm die Flügel der Eleganz, und die Pinot-Meunier-Trauben vollenden den Verschnitt mit ihrer würzigen Frische von Vanille und Honig. Der Mumm Cordon Rouge wird nach der zweiten Gärung 3 Jahre lang auf der Hefe gelagert. Dies ist zwar ungleich länger als die vorgeschriebenen 15 Monate, jedoch gerade lange genug, um sich außergewöhnlich jugendlich, frisch und duftig mit den noch erhaltenen primären Aromen der ursprünglichen Reben zu präsentieren. Der Cordon Rouge ist somit als Apéritif außerordentlich beliebt. Ebenso gilt er als ein eleganter Begleiter zum Essen, vor allen Dingen bei jenen Gerichten, welche nicht zu deftig sind (ideal z.B. zu Fisch- und Geflügelgerichten). Im US-Markt findet der Champagner-Liebhaber neben dem typischen Brut auch die ‚Extra Dry‘ (Carte Classique) Variante, wobei es sich um einen etwas süßeren Champagner als den Brut handelt.

Beim Mumm Rosé kommt vordergründig, mit ca. 60%, die rassige Pinot-Noir-Rebe in ihrer natürlichen Pracht zur Geltung. Begleitet von ca. 20% Pinot Meunier und ca. 20% Chardonnay stellt sich dem Genießer ein wohl balancierter Champagner vor. Mit seinem kräftigen Pinot-Noir-Rückgrad gesellt er sich vorteilhaft zu fast jedem Essen. Besonders bei Fleischgerichten überzeugt er neben seiner Kraft zusätzlich mit seiner ausgeprägten Rosa-Farbe, welche durch das Hinzufügen stillen Rotweins entsteht.
In Jahren, in denen die Natur eine besondere Harmonie in die Reben prägt, ehren die Kellermeister bei Mumm dies mit der Kreation besonderer Jahrgangs-Champagner. Zur Zeit (2004) präsentiert sich der Cordon Rouge 1996 als Zugpferd bei Mumm online. Der 1996er wird unter den 90er-Jahrgängen neben den herrlichen 1990ern und 1995ern oft erwähnt. Kenner zollen ihm hohen Respekt. Manche Wein-Kritiker wagen es sogar bereits, den Jahrgang 1996 mit dem legendären Jahrgang 1928 zu vergleichen. In diesem Sinne stellt der Cordon Rouge 1996 eine gute Wahl unter den Jahrgangs-Champagnern dar, zumal er mit dem edlen Pinot-Noir dieses Jahres mit 63% in der Assemblage geradezu strotzt. Der Chardonnay verleiht ihm mit seinen übrigen 37% die Finesse. Reben aus den besten Lagen der Montagne de Reims und Côte des Blancs kommen zum Einsatz. Jahrgangs-Champagner von Mumm scheinen zwar vom Namen ‚Cordon Rouge‘ her eng verwandt mit ihren gleichnamigen Brüdern ohne Jahrgang, gelten jedoch als völlig eigenständig. Sie weisen mehr subtile Kraft, Reife, erfreuliche Komplexität und Rückgrad auf. Somit darf auch der Cordon Rouge 1996 – genau wie die anderen Mumm Millésimé viele Jahrzehnte zuvor – als vortrefflicher Begleiter zu fast jedem Festessen gelten.
In Liebhaberkreisen ist auch der eher seltene Jahrgangs-Champagner Mumm Grand Cordon bekannt. Hierbei handelt es sich um einen Spitzen-Champagner rein aus Grand-Cru- Lagen. Schon 1876 wurden hochwertige Champagner in schön dekorierten Flaschen in begrenzter Auflage bereitet und daraufhin an manche Kunden des Hauses versandt. Der Mumm Grand Cordon entwickelte sich aus dieser Tradition. Der 90er im Bild präsentiert sich in einer traumhaft schönen Antikflasche mit roten Satinbändern.

Beim Mumm Demi-Sec handelt es sich um einen verhältnismäßig süßen Champagner mit 44g/l Zucker. Bei der Herstellung des Demi-Sec gewähren die Kellermeister der frischen, würzigen Pinot Meunier mit ganzen 50% Anteil die Hauptrolle. Abgerundet wird mit rassigem Pinot-Noir (35%) und elegantem Chardonnay (15%). Demi-Sec-Champagner stellen nicht nur eine schöne Wahl als Begleiter zu (nicht übermäßig süßen) Nachspeisen dar, sondern passen beispielsweise auch bestens zu chinesischen ‚Sweet and Sour‘-Gerichten.

Wie der Name verspricht, handelt es sich beim Mumm Grand Cru um einen ganz besonderen Champagner – rein aus den wenigen 100% bewerteten Crus in der Champagne geschaffen! Feinste Pinot-Noir-Reben aus Aÿ, Bouzy und Verzenay haben 58% Anteil. Bester Chardonnay (42%) aus Avize und Cramant vollendet die Assemblage.

Dann gibt es noch den eher seltenen Mumm de Cramant. Früher wurde er als ‚Mumm Crémant de Cramant‘ bezeichnet. Beim Mumm de Cramant handelt es sich um einen Schaumwein, welcher Crémant genannt wird, weil er im Vergleich zu üblichem Champagner einen geringeren Flaschendruck aufweist. Der Mumm de Cramant stellt eine besonders wertvolle Cuvée des Hauses Mumm dar: Für die Bereitung werden ausschließlich beste Chardonnay-Reben aus kostbaren Mumm-Weinbergen im berühmten Grand Cru Cramant in der Côte des Blancs eingesetzt. Unter Champagner-Kennern genießt dieser stets elegante Charmeur längst hohen Respekt und gilt gleichzeitig als wichtiger Referenzpunkt in der Studie der Blanc des Blancs allgemein. Dieser zitronenfarbene Crémant mit bemerkenswert cremiger, zarter Perlage betört Genießer mit Zitrus- und anderen Fruchtnoten wie auch mit ungewöhnlicher Frische und sanftem Prickeln am Gaumen. Er gilt als guter Tipp unter Champagner-Fans.

Ein altes Etikett einer 77cl-Flasche mit der damaligen Bezeichnung ‚Crémant de Cramant‘.
Champagner-Liebhabern und -Sammlern begegnen hier und da auch Jahrgangs-Champagner aus dem Mumm-Angebot vergangener Zeiten. Als hervorragend gilt beispielsweise ein Jahrgangs-Champagner, welcher nach dem langjährigen Leiter des Hauses Mumm, René Lalou, benannt ist. Dieser Champagner soll auch als der Lieblings-Champagner ihrer Majestät der Königsmutter Elisabeth gegolten haben. Der große René Lalou 85 beispielsweise enthält 50% Pinot Noir und 50% Chardonnay.

Die Geschichte des Champagner-Hauses Mumm wirkt wie ein spannender Roman.

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