Frais

Champagner ist ein Schaumwein, der aus der französischen Region Champagne stammt. Er wird nach einer spezifischen Methode, der sogenannten „Méthode Champenoise“ oder „Méthode Traditionnelle“, hergestellt, bei der eine zweite Gärung in der Flasche stattfindet. Ein entscheidender Faktor für die Qualität des Champagners ist die Erntezeit, auch als „Les Vendanges“ bekannt, die stark vom Klima und den Wetterbedingungen beeinflusst wird. In diesem Kontext spielt der Begriff „Frais“ eine wesentliche Rolle.

Bedeutung von „Frais“

Das Wort „Frais“ kann im Kontext der Wein- und Champagnerproduktion verschiedene Bedeutungen haben. Im Französischen bedeutet „frais“ zunächst „frisch“ oder „kühl“. Es kann sich auf die Frische der Trauben, die Lagerbedingungen oder sogar die frischen, lebhaften Aromen und Geschmacksnoten beziehen, die im Champagner erwünscht sind.

Erntebedingungen

Die Frische der Trauben ist ein entscheidender Faktor für die Qualität des Champagners. Die Trauben müssen zum richtigen Zeitpunkt geerntet werden, um die perfekte Balance zwischen Zucker und Säure zu erreichen. Dies ist oft Ende August bis Anfang September der Fall, kann aber je nach Wetterbedingungen variieren. Bei der Ernte werden die Trauben in den frühen Morgenstunden oder späten Abendstunden gepflückt, um die Frische zu bewahren und eine unerwünschte Fermentation zu vermeiden, die durch hohe Temperaturen während des Tages verursacht werden könnte.

Lagerung und Verarbeitung

Nach der Ernte müssen die Trauben schnell zur Presse gebracht werden, um ihre Frische zu bewahren. Die Trauben werden dann gepresst, und der Most (Traubensaft) wird in Edelstahltanks oder Eichenfässern fermentiert. Während dieser Phase ist es entscheidend, dass die Temperaturen kontrolliert werden, um die Frische und die natürlichen Aromen der Trauben zu bewahren. Hohe Temperaturen können zu unerwünschten Geschmacksnoten führen, die die Qualität des Endprodukts beeinträchtigen können.

Frische Aromen im Champagner

Ein herausragendes Merkmal von hochwertigem Champagner sind seine frischen Aromen und Geschmacksnoten. Diese Aromen können an grüne Äpfel, Zitrusfrüchte, frische Blumen oder sogar frische Bäckereiprodukte wie Brot oder Gebäck erinnern. Diese Frische wird oft durch die Mischung der Grundweine und die verlängerte Lagerung auf der Hefe erreicht, die dem Champagner seine feinen Perlen und komplexen Aromen verleiht.

Einfluss des Klimas

Das Klima der Champagne-Region hat einen großen Einfluss auf die Frische der Trauben und somit auf den Champagner. Die Region hat ein kühles Klima mit ausreichenden Niederschlägen, was ideal für den Anbau von Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier ist, den drei Hauptrebsorten für Champagner. Die kühlen Temperaturen helfen, die natürliche Säure in den Trauben zu bewahren, was zu der gewünschten Frische und Lebhaftigkeit im Champagner beiträgt.

Aktuelle Entwicklungen

In den letzten Jahren haben sich die klimatischen Bedingungen in der Champagne-Region verändert. Durch den Klimawandel steigen die Durchschnittstemperaturen, was die Reifezeiten der Trauben beeinflusst. Dies hat zur Folge, dass die Erntezeiten nach vorne verlegt werden müssen, um die optimale Frische der Trauben zu gewährleisten. Winzer müssen sich ständig an diese Veränderungen anpassen, um die hohe Qualität und die frischen Aromen ihres Champagners zu bewahren.

Schlussfolgerung

Die Frische, oder „Frais“, ist ein zentrales Element bei der Herstellung von Champagner. Sie beeinflusst jede Phase der Produktion, von der Ernte der Trauben bis zur Lagerung und Reifung des Weins. Durch sorgfältige Planung und Anpassung an die klimatischen Bedingungen können Winzer die Frische und Qualität ihres Champagners sicherstellen. Diese Frische spiegelt sich letztlich in den lebhaften Aromen und der prickelnden Struktur wider, die Champagner so einzigartig und begehrt machen.

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